Chronik

Familie Murken, seit über 70 Jahren am Ort!

Mit einer kleinen Unterschnittkreissäge beginnt Georg Murken 1947 in der heutigen Landstraße 4 auf dem Weideland des elterlichen Hofes Nr. 30 (heute Landstraße 1) als zweite Sägerei und Zimmerei im Ort zu arbeiten. Dafür die offizielle Genehmigung zu bekommen bedeutet erhebliche Mühe und so wird die „Sägerei Murken“ erst zwei Jahre später, am 15. August 1949, bei der Handwerkskammer Lüneburg-Stade eingetragen.

Mit dem beginnenden Wirtschaftswunder und dem Bauboom gibt es viel zu tun und auch etliche Lübberstedter Häuser erhalten ihren Dachstuhl von „Murkens Zimmerleuten“. In den ersten fünfzehn Jahren übernimmt der Betrieb auch bautischlerische Arbeiten und liefert maßangefertigte Fenster, Türen und Treppen. Für die neuen Häuser der Vertriebenen werden nahezu die kompletten Holzarbeiten gemacht.

1952 legt Georg Murken seine Meisterprüfung als Zimmermann ab, einer der ersten Lehrlinge ist der aus Albstedt stammende Emil Poppe.

Lehrvertrag von Emil Poppe

Zu Anfang müssen die Baumstämme unter freiem Himmel und per Hand mit einem Lorenwagen unter der Kreissäge durchgeschoben werden. In den 1950er Jahren werden zur Arbeitserleichterung ein Horizontalgatter und dann auch ein Vertikalgatter aufgestellt.

1965 ging Günter Murken bei seinem Vater in die Lehre.

1972 legte Günter Murken seine Prüfung zum Zimmermeister ab.

1976 wird die Halle gebaut und damit auch das Vollgatter, eine mit mehreren Schneidblättern bestückte Sägeanlage, in Betrieb genommen. Mit dem Vollgatter lassen sich Bohlen, Balken und Kanthölzer in einem Zugang zuschneiden. Aber auch darüber ist die Zeit hinweggegangen, heute wird das benötigte Holz auf Bestellung zugeschnitten und direkt auf die Baustelle geliefert. Das Vollgatter wird heute nur noch in Sonderfällen und am Tag der offenen Türe betrieben.

2006 Günter Murken wurde der Titel Ehrenobermeister der Zimmerer Innung Osterholz verliehen, aufgrund seiner fast 25 jährigen Tätigkeit als Obermeister

Das Vollgater noch einmal in Betrieb (Tag der Offenen Tür 2012)

1983 übernimmt Sohn Günter den Betrieb und beginnt mit dem Bau von Fachwerkhäusern, der Kundenkreis geht bis Bremen und Hannover und auch Süddeutschland.

1998 legte Kai Murken die Gesellenprüfung erfolgreich ab.

2001 erwarb er den „Abschluss „  Betriebswirt des Handwerks

2003 legte Kai Murken  die Meisterprüfung zum Zimmermann ab

2015 ergänzte er den Fachlichen Leiter im Dachdeckerhandwerk

Als Neugründung „Holzbau-Murken GmbH“ führt Kai Murken, der Enkel des Firmengründers, ab 2005 den Betrieb in der dritten Generation weiter. Das Sägen von Stammholz wird eingestellt und der Bereich Zimmerei  und Dachdeckerei  weiter ausgebaut.

Sägerei Murken, 1959

Die Familie Murken ist nach wie vor der Zimmerinnung Osterholz sehr verbunden, nachdem Günter Murken 3 Jahrzehnte im Vorstand der Innung saß, führt sein Sohn Kai Murken dies seit ca. 10 Jahren, erst als Prüfungsvorsitzende nunmehr als Stv. Obermeister.

(Quelle: Lübberstedter Geschichtswerkstatt (Hg.)US DORP  de Lübbster Geschicht Edition Temmen)